Foto Edgar Einemann Prof. Dr. Edgar Einemann

Abteilungsleiter I, SPD-Zentrale

Der Berufung durch das Präsidium der SPD unter Björn Engholm vorausgegangen war ein jahrzentelanges eherenamtliches Engagement bei Jusos und SPD und die Befassung mit den neuen Möglichkeiten des Computer-Einsatzes für die politische Arbeit. Mit der konsequenten Nutzung des PC für die Basisarbeit der Partei (Entwicklung von Elementen einer Ortsvereins-Software) und der Installation einer Mailbox für die Bereitstellung von Online-Informationen hatte ich schon 1988 als Vorsitzender des Ortsvereins Bremen-Peterswerder begonnen.

Die Arbeit in der Parteizentrale begann gleich mit einem Highlight: es gab ein halbstündiges Gespräch mit dem Ehrenvorsitzenden der SPD, Willy Brandt.

 Der Abteilungsleiter I (Organsiation) war u.a. verantwortlich für

In die Zeit fiel auch die Zuständigkeit für die Modernisierung der Parteiorgansiation ("SPD 2000"), die Mitgliederbefragung zur Wahl des Parteivorsitzenden und den Einsatz erster Elemente der Online-Kommunikation (Mailbox-System) als Internet-Vorläufer.

Das Angebot, die politisch-strategisch interessante Position zu übernehmen, kam vom damaligen Bundesgeschäftsführer der SPD, Karlheinz Blessing. Blessing kam aus dem reformsozialistischen Spektrum der Jusos und hatte im Umfeld des IG Metall-Vorsitzenden Franz Steinkühler gearbeitet. Vor meiner Zusage hatte ich ein langes Telefonat mit Peter von Oertzen, der mich ausdrücklich ermutigt hat: "Du bist der erste linke Organisationschef der SPD, mache das". Nach dem Rücktritt von Björn Engholm hatte der neu gewählte Parteivorsitzende Rudolf Scharping die schlechte Idee, den ehemaligen FDP-Generalsekretär Günter Verheugen zum Baracken-Chef zu machen. Ich bin dann dahin gegangen, wo ich her gekommen war - an die Hochschule Bremerhaven.